Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

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Die ALS-Erkrankung entsteht durch eine Schädigung der Nervenzellen im Gehirn und im Rückenmark. Ihre Auswirkungen zeigen sich insbesondere dann, wenn die motorischen Neuronen keine Signale mehr an die Muskeln senden können, was zu einem starken Erschöpfungsgefühl führt.

Auch bekannt als Motoneuronerkrankung, schreiten die Symptome in der Regel langsam fort. Zunächst treten sie in einem bestimmten Körperbereich auf und breiten sich anschließend auf den gesamten Körper aus. Die schwerwiegendsten Symptome zeigen sich, wenn Atembeschwerden auftreten, was den Krankheitsverlauf besonders belastend macht.

Die Inanspruchnahme von Pflege- und Betreuungsdiensten kann dazu beitragen, den Prozess sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für deren Angehörige erträglicher zu gestalten.

Was ist die ALS-Erkrankung? Was bedeutet sie?

Was ist die ALS-Erkrankung und was bedeutet sie? Zur Beantwortung dieser Fragen sollte zunächst bekannt sein, dass es sich um eine Erkrankung der Nervenzellen handelt. Diese durch Nervenschädigungen verursachte Krankheit wird weltweit auch als Motoneuronerkrankung bezeichnet.

Zu Beginn sind meist Hände, Arme und Beine betroffen. Im weiteren Verlauf kommt es zu erheblichen Beeinträchtigungen, die von Sprech- bis hin zu Schluckstörungen reichen. Werden keine Maßnahmen ergriffen, kann die Erkrankung den gesamten Körper betreffen und zu vollständiger Lähmung führen.

Diese in der medizinischen Fachliteratur als ALS bekannte Erkrankung ist leider derzeit nicht heilbar.

Was verursacht die ALS-Erkrankung?

Was verursacht die ALS-Erkrankung und wodurch wird sie ausgelöst? Sie entsteht hauptsächlich infolge von Nervenschädigungen. Auch wenn sie anfangs als leichte Müdigkeit wahrgenommen werden kann, schreitet der Prozess fort und führt zu einem zunehmenden Verlust der Muskelkontrolle.

Nach diesem Verlust der Muskelkontrolle kommt es zu starker Erschöpfung, die sich im Laufe der Zeit weiter verschlimmert. Menschen mit einer ALS-Diagnose können zwischen 4 und 20 Jahren leben, wobei nur sehr wenige das 20. Lebensjahr erreichen.

Ist die ALS-Erkrankung genetisch bedingt? Genetische Faktoren spielen bei den Ursachen der Erkrankung eine wichtige Rolle. Allerdings sind genetische Ursachen nur für etwa 10 % der ALS-Fälle verantwortlich. Die übrigen Ursachen sind bislang unbekannt.

Obwohl die Erkrankung in jedem Alter auftreten kann, wird sie am häufigsten zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr diagnostiziert. Sie tritt häufiger bei Männern auf, nach dem 65. Lebensjahr jedoch gleichermaßen bei beiden Geschlechtern.

Symptome der ALS-Erkrankung

Die Symptome der ALS-Erkrankung beginnen meist mit einer leichten, zunächst kaum wahrnehmbaren Müdigkeit. Zunächst zeigen sich die Beschwerden vor allem an Armen und Beinen, breiten sich anschließend auf den gesamten Körper aus und verstärken sich zunehmend.

Welche weiteren Symptome treten bei ALS auf? Im Folgenden eine Übersicht:

  • Muskelzuckungen (Myoklonien)
  • Muskelsteifheit
  • Krämpfe
  • Muskelschwäche
  • Sprech- und Gehschwierigkeiten aufgrund von Muskelschwäche
  • Muskelabbau
  • Schluckbeschwerden
  • Atembeschwerden
  • Erschöpfung
  • Schwäche
  • Atemnot
  • Eingeschränkte Greiffähigkeit
  • Verlust der Beweglichkeit

Die oben genannten Symptome treten in nahezu jeder Phase der ALS-Erkrankung auf. Während das Auftreten weniger Symptome in der Anfangsphase zunächst positiv erscheinen mag, wird das Fortschreiten der Erkrankung aufgrund der fehlenden Heilungsmöglichkeit zunehmend problematisch.

Behandlung der ALS-Erkrankung

Für die ALS-Erkrankung gibt es derzeit keine definitive Heilung, und die Forschung zu Behandlungsmöglichkeiten dauert weiterhin an. Insbesondere in den Vereinigten Staaten werden umfangreiche Studien durchgeführt. In jüngster Zeit wurde sogar behauptet, dass ein Medikament mit positiven Effekten entdeckt worden sei.

Obwohl ALS diagnostiziert werden kann, sind die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten begrenzt. Es besteht die Hoffnung, dass zukünftige medizinische Fortschritte eine vollständige Heilung ermöglichen werden.

Im Rahmen der ALS-Behandlung werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Schmerzen zu lindern und den Alltag zu erleichtern. Während Medikamente die Lebenserwartung geringfügig verlängern können, dienen Physiotherapie und Rehabilitation dazu, die alltäglichen Funktionen möglichst lange zu erhalten.

Auch wenn es keine gesicherten Ergebnisse zu pflanzlichen Behandlungen gibt, werden einige Kräuter empfohlen. So soll Lavendeltee eine beruhigende Wirkung auf die Nerven haben und die Beweglichkeit fördern, während der Verzehr von Ackerbohnen dabei helfen soll, eine übermäßige Speichelbildung zu reduzieren.

Erkrankungen, die mit ALS verwechselt werden

Es gibt zahlreiche Erkrankungen, die mit ALS verwechselt werden können. Da sich ALS hauptsächlich durch eine Lähmung der Muskeln infolge einer Schädigung der motorischen Neuronen äußert und diese Symptome auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten, sind Fehldiagnosen möglich.

Die ALS-Erkrankung weist Symptome auf, die nahezu allen muskelbezogenen Erkrankungen ähneln, weshalb eine sorgfältige Beobachtung unerlässlich ist. Andernfalls können schwerwiegendere Probleme entstehen. Insbesondere anhaltende Muskelschmerzen, die nicht nachlassen, sollten ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden.

Endstadium der ALS-Erkrankung

Das Endstadium der ALS-Erkrankung kennzeichnet den Beginn einer äußerst schwierigen Phase für die betroffene Person. In diesem Stadium ist ein selbstständiges Bewältigen des Alltags nicht mehr möglich, und für grundlegende Bedürfnisse wird umfassende Unterstützung benötigt.

Im Endstadium kommt es zu starkem Muskelabbau und damit verbundenen Muskelschmerzen. Die Betroffenen haben große Schwierigkeiten beim Gehen und Sprechen und verlieren schließlich die Fähigkeit, sich selbstständig zu bewegen. Mit weiterem Fortschreiten der Erkrankung werden sie bettlägerig und können sich kaum noch bewegen oder sprechen.

Die Lebenserwartung von ALS-Patientinnen und -Patienten liegt in der Regel zwischen 4 und 10 Jahren. In einigen Fällen kann sich diese Zeitspanne bei guter Pflege auf bis zu 20 Jahre verlängern. Genetische Faktoren, körperliche Leistungsfähigkeit und die allgemeine körperliche Verfassung spielen eine entscheidende Rolle bei der Verlangsamung des Krankheitsverlaufs. Daher variiert die Überlebensdauer im Endstadium je nach individueller körperlicher Situation.